Raus aus der WhatsApp-Gruppe: sieben Messenger für die Kommunikation mit Eltern und im Kollegium im Vergleich, dazu die Angebote der Länder. Jede Angabe mit Quelle.
Sonntag, 21:40 Uhr: In der WhatsApp-Gruppe der 6c fragt eine Mutter nach dem Wandertag, die Klassenlehrerin antwortet vom privaten Handy, und 27 Eltern kennen jetzt ihre Nummer. Genau das soll ein Schulmessenger beenden.
Ein Schulmessenger läuft über Konten der Schule statt über private Handynummern, und die Schule legt fest, wer wem schreiben darf. Für dienstliche Kommunikation mit personenbezogenen Daten raten Aufsichtsbehörden und Kultusministerien von WhatsApp ab; Hessen etwa hält fest, dass nicht DSGVO-konforme Messenger wie WhatsApp dafür nicht gestattet sind. Die Angebote unterscheiden sich vor allem darin, ob der Messenger allein steht oder Teil einer Schulplattform ist, wie Eltern schreiben dürfen und ob die Lehrkräfte Feierabend haben.
Stand: Oktober 2026, alle Angaben laut den öffentlichen Seiten der Anbieter und Länder. Die Quellen finden Sie am Ende der Seite.
Stand: 29. Oktober 2026. Angaben laut den öffentlichen Seiten der Anbieter; „keine öffentliche Angabe“ heißt, dass wir dazu nichts Veröffentlichtes gefunden haben, nicht, dass es die Funktion nicht gibt.
Art, Eltern und Funktionen
| Anbieter | Art | Eltern | Funktionen (Auswahl) |
|---|---|---|---|
| edjufy | Teil der Schulplattform mit Klassenbuch und Elternbrief | Schulleitung legt fest: Eltern beginnen Unterhaltungen selbst oder antworten nur | Einzel-, Eltern- und Klassenunterhaltungen, Ankündigungen, Bestätigungen mit automatischer Erinnerung, Umfragen, geplante Nachrichten |
| schul.cloud | eigenständige Plattform mit Messenger, Dateiablage und Videokonferenz | Lehrkräfte, Schüler:innen und Eltern in Kommunikationsgruppen | Einzel- und Gruppenchats, Channels, Broadcast, Umfragen, Dateiablage |
| SchoolFox | Kommunikations-App, Teil von Seven Education | moderierte Chats | Lesebestätigungen, Umfragen, digitale Sprechtage |
| Sdui | App für Kommunikation und Organisation | Chats standardmäßig „One-Way“: nur der Gruppen-Admin schreibt | Elternbriefe mit Lesebestätigung, Umfragen, Sprachnachrichten |
| IServ | Modul der Schulplattform | nur mit Elternaccounts; ob Eltern Lehrkräfte anschreiben dürfen, regeln die Rechte der Schule | Einzelchats, Gruppenräume, Info-Kanal, Sprachnachrichten, Umfragen, Dateien |
| Schulmanager Online | Modul „Nachrichten“ | Kommunikation mit Eltern optional; pro Nachricht wählbar, ob Antworten erlaubt sind | Nachrichten an Einzelne und Verteilerlisten, Anhänge, Push |
| edoop | Teil der Schulplattform | Eltern antworten, starten aber keine eigenen Unterhaltungen | Elternbriefe mit Lesebestätigung, Chats im Kollegium |
Übersetzung, Ruhezeiten, Preis und Hosting
| Anbieter | Übersetzung | Ruhezeiten | Preis (wie veröffentlicht) | Hosting |
|---|---|---|---|---|
| edjufy | keine automatische Übersetzung | Geschäftszeiten der Schule und persönliche Erreichbarkeitszeiten, Eltern sehen die Antwortzeit | in den Basis-Funktionen enthalten: 49€ Grundgebühr plus 9 Cent pro Schüler:in und Monat, netto | Rechenzentrum von Hetzner in Falkenstein, nach ISO/IEC 27001 zertifiziert |
| schul.cloud | Übersetzungstool | keine öffentliche Angabe | 599€ (Kita, Primarstufe) oder 1.599€ (Sekundarstufe u. a.) pro Jahr und Schule, netto | Server ausschließlich in Deutschland; Ende-zu-Ende-Verschlüsselung laut Anbieter |
| SchoolFox | mehr als 40 Sprachen | frei einstellbare Ruhezeiten | keine öffentliche Angabe | Daten in der EU |
| Sdui | bis zu 32 Sprachen | benachrichtigungsfreie Ruhezeiten | laut Preisliste 2025: Sdui Smart 400€ bis 500€ Grundgebühr plus 1,50€ pro Schüler:in und Jahr, netto | Rechenzentrum in Frankfurt, ISO/IEC 27001 |
| IServ | Elternbriefe in über 120 Sprachen | Ruhezeiten aktivierbar | laut Anbieter in der IServ-Lizenz grundsätzlich enthalten | deutsches Rechenzentrum, Schulserver oder Schulträger |
| Schulmanager Online | keine öffentliche Angabe | keine öffentliche Angabe | 239€ pro Schuljahr | ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Deutschland |
| edoop | automatische Übersetzung in ausgewählte Sprachen | keine öffentliche Angabe | Kollegium kostenfrei; Elternkanal im Paket Eltern, 16,50€ pro Klasse und Jahr inkl. MwSt. | Server in der EU |
Mehrere Länder stellen ihren Schulen selbst einen Messenger bereit, teils kostenlos. Ob er auch für die Kommunikation mit Eltern gedacht ist, unterscheidet sich. Eine Auswahl mit Stand laut der jeweiligen Quelle:
| Land | Messenger | Für wen laut Quelle |
|---|---|---|
| Bayern | Messenger der BayernCloud Schule (ByCS), für alle Schulen kostenfrei | Austausch zwischen Lehrkräften, Schüler:innen, Erziehungsberechtigten und Schulleitung |
| Berlin | BiD-Messenger als Modul des Berliner Schulportals (App von Sdui) | pädagogisches Personal, Schüler:innen und Sorgeberechtigte; die Schulleitung schaltet die Schule frei |
| Nordrhein-Westfalen | LOGINEO NRW Messenger, für öffentliche Schulen und Ersatzschulen kostenlos | Lehrkräfte sowie Schüler:innen |
| Rheinland-Pfalz | Schulchat RLP | Lehrkräfte, Schüler:innen und Eltern, von der Grundschule bis zur Berufsschule |
| Saarland | OSS Messenger der Online-Schule Saarland (mit Sdui), Start 2022 mit 30 Pilotschulen | Eltern, Schüler:innen, Lehrkräfte, zugeschnitten auf Grund- und Förderschulen |
| Sachsen | Chat-Funktion von LernSax | laut Sächsischer Datenschutzbeauftragter Alternative für Schulen in öffentlicher Trägerschaft |
| Baden-Württemberg | Threema, vom Land für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen kostenlos | Lehrkräfte; Infokanal des Kultusministeriums auch für Eltern und Schüler:innen |
Ein Landesmessenger und eine Schulplattform wie edjufy schließen sich nicht aus: Wer Klassenbuch, Entschuldigungen und Elternbriefe in einem System braucht, nutzt deren Kommunikation oft zusätzlich oder statt eines reinen Messengers.
Der Schulmessenger von edjufy ist Teil der Plattform, in der Klassen, Kurse und Erziehungsberechtigte ohnehin gepflegt sind. Kommt ein Kind neu in die Klasse, sind seine Eltern spätestens am nächsten Morgen in der Klassenunterhaltung.
Testen Sie edjufy drei Monate kostenfrei und unverbindlich, mit Schulmessenger, Klassenbuch, Online-Entschuldigung und Elternbrief.
Ein Schulmessenger ist ein Messenger, den die Schule für die dienstliche Kommunikation zwischen Lehrkräften, Eltern und Schüler:innen bereitstellt. Anders als WhatsApp schließt die Schule mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, legt fest, wer wen anschreiben darf, und niemand muss seine private Handynummer herausgeben.
Die Datenschutzaufsicht und die Kultusministerien raten klar davon ab. Die Sächsische Datenschutzbeauftragte schreibt in ihrer Medieninformation vom 11. August 2026: „Lehrkräfte sollten WhatsApp und vergleichbare Messengerdienste grundsätzlich nicht für dienstliche Zwecke einsetzen.“ Das Hessische Kultusministerium hält fest: „Es ist nicht gestattet, Messenger-Dienste, die nicht DS-GVO konform sind, wie zum Beispiel WhatsApp, für den Austausch personenbezogener Daten und Dokumente ... zu nutzen.“ Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland.
Die Preismodelle sind sehr verschieden. schul.cloud nennt einen Pauschalpreis pro Schule von 599€ (Grund- und Förderschulen) oder 1.599€ (weiterführende Schulen) pro Jahr netto. Bei Schulmanager Online kostet das Modul Nachrichten 239€ pro Schuljahr. edoop berechnet für das Paket „Eltern“ 16,50€ pro Klasse und Schuljahr inklusive Mehrwertsteuer. Sdui berechnet laut Preisliste 2025 für Sdui Smart je nach Schulgröße 400€ bis 500€ Grundgebühr plus 1,50€ pro Schüler:in und Jahr, netto. SchoolFox und IServ veröffentlichen keine Messenger-Preise. Bei edjufy ist der Schulmessenger in den Basis-Funktionen enthalten, die 49€ Grundgebühr plus 9 Cent pro Schüler:in und Monat kosten, netto. Alle Angaben laut den Preisseiten der Anbieter, Stand Oktober 2026.
Einige Bundesländer stellen ihren Schulen einen Messenger kostenfrei bereit, zum Beispiel Bayern den ByCS Messenger, Berlin den BiD Messenger und Sachsen die Chat-Funktion von LernSax. In Nordrhein-Westfalen ist der LOGINEO NRW Messenger für Lehrkräfte und Schüler:innen gedacht, Eltern nennt das Land nicht. Welche Landeslösung was kann, steht in der Tabelle oben.
Nach Auffassung des Hessischen Kultusministeriums nicht. Deshalb braucht die Schule für wichtige Informationen auch einen Weg ohne App. Bei edjufy erreichen digitale Elternbriefe Eltern per E-Mail, und edjufy zeigt am Ende des Versands, welche Schüler:innen den Brief noch als Ausdruck brauchen.
Ja. Sie testen edjufy drei Monate kostenfrei und unverbindlich, mit Admin-Schulung und Hilfe beim Import Ihrer Stammdaten.
Stand: 29. Oktober 2026. Alle Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren öffentlichen Seiten und wurden an diesem Tag geprüft; wir haben die Produkte nicht selbst getestet. Preise und Funktionen ändern sich, maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Anbieter. Ist etwas nicht mehr richtig, schreiben Sie uns an hello@edjufy.com, wir korrigieren es.
Behörden und Länder
Anbieter